Unsere Partnerstädte
Westerwolde   Andrésy   Miedzyrzecz 

09
JUN
1972

Westerwolde 
Niederlande

Die längste Städtepartnerschaft besteht mit der ehemaligen niederländischen Gemeinde Vlagtwedde. Seit 2018 besteht die neue Einheitsgemeinde Westerwolde, ein Zusammenschluss der Gemeinden Vlagtwedde und Bellingwedde. 

Bereits im Jahr 1972 wurde die Partnerschaft mit Vlagtwedde begründet. Es liegt im direkten Grenzbereich zu den westlichen Ortsteilen der Stadt Haren (Ems). Es waren damals, als es noch Grenzübergänge und -Kontrollen gab, zunächst auch wirtschaftliche Interessen, die einen verstärkten Austausch und eine engere Kooperation anstrebten. Heute sind neben einem regen Austausch auf politischer und administrativer Ebene viele alltägliche Begegnungen selbstverständlich. 

Das heutige Westerwolde zählt rund 25.000 Einwohnern.  Aus touristischer Sicht sind insbesondere das mittelalterliche Kloster TerApel und die Festung Bourtange aus dem 16. Jahrhundert sehenswert und von großem kulturhistorischem Wert. 

Neben Schüleraustauschen zwischen der Bonifatiusschool Ter Apel und der Oberschule Rütenbrock, regelmäßigen Kunstausstellungen in Sellingen und Haren (Ems) und Begegnungen im sportlichen Bereich wurden auch die Kontakte auf politischer Ebene ausgeweitet. 

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums war damals der Besuch der niederländischen Königin Beatrix in Sellingen der Höhepunkt.

4
JUN
1988

Andrésy
Frankreich 

Seit 1988 besteht die Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Andrésy

Andrésy liegt im Departmenent Yvelines, etwa 20 Kilometer westlich von Paris. Die Stadt hat rund 12. 400 Einwohner und ist wie Haren (Ems) eng mit dem Wasser verbunden. Andrésy liegt an dem Fluss Seine. Wenige Kilometer oberhalb von Andrésy fließen die Flüsse Oise und Seine zusammen. So erklärt es sich von selbst, dass in Andrésy viele Schiffer beheimatet sind, was Andrésy und Haren (Ems) besonders verbindet. 

Im Wappen der Stadt findet sich eine Wikingerkogge, die darauf hinweist, dass Andrésy seit alters her eine Durchfahrt für Schiffe auf dem Weg von und nach Paris war. 

Die Städtepartnerschaft kam eher durch einen Zufall zustande. Während eines Schwarzurlaubs lernten sich die Deutschlehrerein des College Andrésy und der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums kennen. Sie freundeten sich an und neben der Idee für eine Schulpartnerschaft, die bis heute äußerst aktiv betrieben wird, entwickelte sich auch auf politischer Ebene beider Städte der Wunsch eine Städtepartnerschaft einzugehen.

Im Jahr 2018 konnten die beiden Partnergemeinden auf eine 30-jährige lebendige Beziehung zurückblicken. Das Städtepartnerschaftsjubiläum wurde im Rahmen des traditionellen Festes der Partnerschaften (ehemals "Oktoberfest") in Andrésy gefeiert.  In diesen 30 Jahren haben unzählige Begegnungen auf sportlichem und kulturellem Gebiet in Andrésy und in Haren (Ems) stattgefunden: Chöre und Kapellen haben sich ausgetauscht, Sport- und Schützenvereine haben sich gegenseitig besucht und Jugendgruppen ausgetauscht. Besondere Triebfeder und regelmäßiger Akteur war dabei stets die aktive Schulpartnerschaft. Die Feierlichkeiten standen ganz im Zeichen der Deutsch-Französischen Freundschaft, die mit dem Elysee-Vertrag vom 22. Januar 1963 besteht.

24
Okt
1991

Miedzyrzecz
Polen 

Die Städtepartnerschaft mit Miedzyrzecz wurde im Jahr 1991 besiegelt. 

Zum einen waren die politischen Vertreter für die Beziehung mit einer weiteren Partnerstadt grundsätzlich offen. Zum anderen war nach dem Ende der Teilung Europas sowie der besonderen geschichtlichen Zusammenhänge um Maczków eine polnische Gemeinde besonders interessant. 

Auf Miedzyrzecz war die Stadt Haren (Ems) gestoßen, da den im Jahr 2011 verstorbenen Altbürgermeister Walter Pinkernell mit dieser Stadt eine besondere Beziehung verbunden hatte. Dieser hatte hier zum einen in der Zeit bis zum 2. Weltkrieg verwandtschaftliche Beziehungen gehabt. Zum anderen hatte er hier vor dem Krieg als junger Handwerksgeselle beruflich gewirkt und den Ort und die Umgebung kennen gelernt. Außerdem leben in Haren (Ems) einige Bürger, die ursprünglich aus dieser, damals noch deutschen Stadt, stammen, was eine Verbindung zusätzlich interessant machte. 

Miedzyrzecz liegt in dem Verwaltungsbezirk Lebus, etwa 60 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) und gut 100 Kilometer westlich von Poznan. Die Stadt gehörte bis zum Ende des 2. Weltkrieges zum Deutschen Reich und hieß damals Meseritz. Miedzyrzecz hat rund 18.200 Einwohner. Das Stadtwappen zeigt die alte Burg sowie den polnischen Adler. Bereits seit dem Jahr 1485 besitzt Miedzyrzecz die Stadtrechte. Das ursprüngliche Rathaus stammt aus dem Mittelalter und wurde nach einem Brand im Jahr 1827 völlig zerstört. Das heutige Rathaus wurde nach 1827 neu erbaut und zuletzt im Jahr 1994 aufwändig restauriert. 

Das Umland von Miedzyrzecz, insbesondere auch die Gegend um
Gorzow, ist überwiegend ländlich geprägt und ist, ähnlich wie Haren (Ems), für sein touristisches Angebot bekannt.